Auf einen Blick
und Zugeständnisse hängen zusammen. Wer sich länger festlegt, hat in der Verhandlung mehr in der Hand.
heißt die Miete nach allen Zugeständnissen. Erst sie macht zwei Angebote vergleichbar.
statt Einzelpunkt. Miete, mietfreie Zeit, Ausbau und Provision werden zusammen verhandelt.
Effektivmiete-Rechner
Mietfreie Monate und Zuschüsse senken die Miete, die Sie über die Laufzeit tatsächlich zahlen. Der Rechner verteilt sie auf jeden Monat.
Jeder Mietvertrag ist sehr individuell. Alle Werte dienen allenfalls der Orientierung und ersetzen keine Beratung im Einzelfall. Vereinfachte Rechnung ohne Zins, Nebenkosten und Indexanpassung. Sie zeigt, wie viel ein Zugeständnis im Verhältnis zur Miete wert ist, und macht zwei Angebote mit unterschiedlichen Paketen vergleichbar.
Was sich verhandeln lässt
Die bekannteste Form. Sie zahlen für einige Monate keine Nettomiete, meist zu Beginn. Die Nebenkosten laufen in der Regel weiter.
Der Eigentümer baut die Fläche nach Ihren Plänen um oder zahlt einen festen Betrag je Quadratmeter für Ihren eigenen Ausbau.
Der Eigentümer übernimmt die Maklerprovision, auch wenn Sie den Makler mit der Suche beauftragt haben.
Zuschuss zu den Umzugskosten oder Übernahme der Restmiete am alten Standort, damit Sie früher wechseln können.
Die Indexanpassung setzt erst nach zwei oder drei Jahren ein. Das hält die Kosten in der Anlaufphase stabil.
Zusätzliche Stellplätze, Ihr Schild am Gebäude, Konkurrenzschutz im Haus oder ein Recht auf Untervermietung.
Wenn Eigentümer um Mieter werben, senken sie selten die Miete im Vertrag. Die Vertragsmiete bestimmt den Wert des Gebäudes und die Höhe künftiger Mieten, deshalb bleibt sie möglichst stabil. Bewegung gibt es an anderer Stelle. Mietfreie Monate, ein Zuschuss zum Ausbau oder die Übernahme der Maklerprovision sind im Büromarkt üblich und werden unter dem Begriff Incentives zusammengefasst. Für Sie als Mieter heißt das, die günstigste Fläche ist nicht immer die mit der niedrigsten Miete im Exposé.
Was Incentives sind und warum es sie gibt
Ein Incentive ist ein Zugeständnis des Eigentümers, das die Anmietung für Sie günstiger macht, ohne die Vertragsmiete zu senken. Für den Eigentümer hat das einen Vorteil. Er bekommt einen Mieter für viele Jahre und hält die Miete auf einem Niveau, das bei Finanzierung, Bewertung und späteren Vermietungen zählt. Für Sie zählt am Ende, was Sie über die gesamte Laufzeit zahlen.
Wie viel möglich ist, hängt vom Markt ab. Im Kölner Büromarkt ist der Leerstand in den letzten Jahren gestiegen, nach den Marktberichten der großen Maklerhäuser lag er zur Jahresmitte 2026 bei rund fünf Prozent. Mieter haben dadurch mehr Auswahl, und Eigentümer zeigen mehr Bereitschaft zu Zugeständnissen. In Lagen mit wenig freien Flächen und bei neuen, sehr gefragten Gebäuden ist der Spielraum dagegen kleiner.
Die wichtigsten Incentives im Überblick
Am häufigsten ist die mietfreie Zeit. Sie zahlen für einige Monate keine Nettomiete, meist zu Beginn des Vertrags, wenn ohnehin Umzug und Ausbau Geld kosten. Die Nebenkosten zahlen Sie in dieser Zeit in der Regel weiter. Wie viele Monate es werden, hängt vor allem von der festen Laufzeit ab, daneben von Lage, Objekt und Marktlage. Feste Sätze gibt es nicht. Eine Einschätzung für Ihre Fläche geben wir Ihnen gern im Gespräch.
Fast ebenso wichtig ist der Ausbau. Der Eigentümer baut die Fläche auf seine Kosten nach Ihren Wünschen um oder zahlt Ihnen einen Zuschuss je Quadratmeter, mit dem Sie selbst ausbauen. Was dabei zu beachten ist, steht im Beitrag zu Mieterausbau und Baukostenzuschuss. Daneben übernehmen Eigentümer die Maklerprovision, zahlen einen Zuschuss zum Umzug oder übernehmen die Restmiete am alten Standort. Auch Zugeständnisse ohne Geld haben Wert, etwa zusätzliche Stellplätze, ein Schild am Gebäude oder ein Konkurrenzschutz im Haus.
Was den Verhandlungsrahmen bestimmt
Am stärksten wirkt die feste Laufzeit. Ein Eigentümer, der Sie für zehn Jahre als Mieter hat, kann deutlich mehr investieren als einer, der nach drei Jahren wieder vermieten muss. Was unterschiedliche Laufzeiten für Bindung, Indexmiete und Provision bedeuten, zeigt der Vergleich im Beitrag zu Laufzeit und Verlängerungsoption.
Daneben zählen die Größe der Fläche, die Lage und der Zustand des Gebäudes. Eine Fläche, die schon länger leer steht, kostet den Eigentümer jeden Monat Geld, und das stärkt Ihre Position. Auch Ihre Bonität spielt eine Rolle. Ein Mieter mit solider Bilanz ist für den Eigentümer mehr wert als einer, bei dem er um die Miete bangen muss.
Effektivmiete statt Vertragsmiete vergleichen
Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn man die Zugeständnisse auf die Miete umrechnet. Das Ergebnis heißt Effektivmiete. Dafür zählen Sie alle Mieten über die feste Laufzeit zusammen, ziehen die mietfreien Monate, den Zuschuss und eine übernommene Provision ab und teilen das Ergebnis durch Laufzeit und Fläche. Der Rechner oben erledigt das für Sie.
Ein Beispiel zeigt, wie viel das ausmacht. 400 Quadratmeter zu 17 Euro kosten im Monat 6.800 Euro. Drei mietfreie Monate bei fünf Jahren Laufzeit sind 20.400 Euro wert. Auf jeden Monat verteilt sinkt die Miete damit auf 16,15 Euro je Quadratmeter. Eine Fläche zu 16,50 Euro ohne Zugeständnisse wäre also teurer, obwohl sie im Exposé günstiger aussieht.
Worauf Sie im Vertrag achten sollten
Incentives gehören in den Mietvertrag, nicht in eine E-Mail. Halten Sie fest, wann die mietfreie Zeit beginnt, ob sie nur für die Nettomiete gilt und was mit den Nebenkosten ist. Beim Ausbau sollte klar sein, wer plant, wer beauftragt, bis wann gebaut wird und was passiert, wenn die Fläche nicht rechtzeitig fertig ist.
Achten Sie besonders auf Rückzahlungsklauseln. Viele Eigentümer vereinbaren, dass ein Teil der Incentives zurückgezahlt wird, wenn der Vertrag vorzeitig endet, etwa durch ein Sonderkündigungsrecht. Das ist grundsätzlich zulässig, sollte aber zeitanteilig gestaffelt sein und nur für Gründe gelten, die Sie zu vertreten haben. Wie Sonderkündigung und Ausgleichszahlung zusammenhängen, lesen Sie im Beitrag zu Sonderkündigung und Option auf Nachbarfläche.
Unser Rat
Verhandeln Sie nicht Punkt für Punkt, sondern das ganze Paket aus Miete, Laufzeit, mietfreier Zeit, Ausbau und Provision. Ein Eigentümer, der bei der Miete hart bleibt, bewegt sich oft beim Ausbau, und umgekehrt. Vergleichen Sie die Angebote am Ende nach der Effektivmiete und nach der Warmmiete je Arbeitsplatz. Wie Sie im Termin prüfen, was eine Fläche taugt, zeigt unsere Checkliste für die Besichtigung.
Bei unserer exklusiven Bürosuche verhandeln wir die Incentives für Sie mit, auf Grundlage dessen, was im Markt gerade durchsetzbar ist. Und wenn Ihr Vertrag bald endet, lohnt ein Blick auf den Mietvertragscheck. Auch beim Verbleib lassen sich Incentives verhandeln.
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Häufige Fragen zu Mietincentives
Wie viele mietfreie Monate sind bei Büroflächen möglich?
Feste Sätze gibt es nicht. Je länger die feste Laufzeit, desto mehr ist in der Regel möglich. Lage, Objekt, Flächengröße und Marktlage verschieben das deutlich. Eine Einschätzung für Ihre Fläche geben wir Ihnen gern im Gespräch.
Muss ich in der mietfreien Zeit Nebenkosten zahlen?
In der Regel ja. Die mietfreie Zeit bezieht sich meist nur auf die Nettomiete. Was gilt, sollte ausdrücklich im Mietvertrag stehen.
Was ist die Effektivmiete?
Die Miete, die Sie nach allen Zugeständnissen im Schnitt tatsächlich zahlen. Man rechnet die Summe der Mieten über die Laufzeit, zieht mietfreie Monate, Zuschüsse und eine übernommene Provision ab und teilt durch Laufzeit und Fläche.
Muss ich Incentives zurückzahlen, wenn ich früher ausziehe?
Nur wenn der Vertrag das vorsieht. Rückzahlungsklauseln sind verbreitet, vor allem in Verbindung mit einem Sonderkündigungsrecht. Sie sollten zeitanteilig gestaffelt sein.
Kann der Eigentümer die Maklerprovision übernehmen?
Ja, das ist eines der möglichen Zugeständnisse. Bei Angeboten, die wir als provisionsfrei kennzeichnen, zahlen Sie als Mieter keine Provision. Bei einer Bürosuche in Ihrem Auftrag verhandeln wir die Übernahme mit, wo sie möglich ist.