Wer weiß, wo sein Objekt energetisch steht, braucht als Nächstes eine Reihenfolge. Nicht jede Maßnahme lohnt sich zuerst, und die teuerste ist selten die wirksamste. Diese Seite beantwortet die zweite Frage: Was tue ich jetzt?
Bestandsaufnahme am Objekt
Wir sehen uns Heiztechnik, Dämmung, Fenster, Beleuchtung und Lüftung an und stellen die Verbräuche der letzten Jahre daneben. Aus dieser Gegenüberstellung ergibt sich, wo die Energie tatsächlich verloren geht – das deckt sich nicht immer mit dem, was man von außen vermutet.
Reihenfolge statt Rundum-Sanierung
Zuerst kommt, was ohne Eingriff in die Substanz wirkt: Heizungseinstellung, hydraulischer Abgleich, Beleuchtung, Steuerung der Lüftung. Danach die Hülle, und erst dann der Austausch des Wärmeerzeugers – eine neue Heizung in ein ungedämmtes Gebäude zu setzen heißt, sie zu groß zu dimensionieren und dauerhaft zu teuer zu betreiben.
Das Ergebnis ist ein Fahrplan mit Maßnahmen, Reihenfolge und geschätztem Aufwand, den Sie auch über mehrere Jahre abarbeiten können.
Fördermittel
Für energetische Maßnahmen an Nichtwohngebäuden gibt es die Programme der Bundesförderung für effiziente Gebäude sowie Kredite der KfW. Zwei Punkte sind dabei wichtiger als die Höhe: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt sein, und für die meisten Programme ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten Voraussetzung. Die Konditionen ändern sich regelmäßig, deshalb prüfen wir den aktuellen Stand vor jedem Antrag statt mit Zahlen aus dem Vorjahr zu rechnen.
Was das für Betriebs- und Nebenkosten bedeutet
Bei vermieteten Objekten landen Heiz- und Stromkosten in der Nebenkostenabrechnung, die Investition dagegen beim Eigentümer. Eine Maßnahme, die die Betriebskosten senkt, verbessert also zuerst die Position des Mieters – und damit die Vermietbarkeit und die durchsetzbare Nettomiete. Welcher Teil sich umlegen lässt, hängt am Vertrag; das sehen wir uns vorher an.
Umsetzung
Wir planen und bauen nicht selbst. Wir bringen die Fachplanung, den Energieeffizienz-Experten und die ausführenden Betriebe zusammen, holen vergleichbare Angebote ein und behalten den Zeitplan im Blick. Sie haben einen Ansprechpartner statt fünf.
Ihre Ansprechpartnerin für Energie und Nachweise
Gabriela Ehrhardt ist Diplom-Ingenieurin (FH) der Fachrichtung Architektur und freischaffende Architektin. Sie führt in Bergisch Gladbach das Büro ARCHITEKTUR & ENERGIEBERATUNG Ehrhardt, ist Mitglied der Architektenkammer NRW, zertifizierte Gebäude-Energieberaterin, staatlich anerkannte Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz und DGNB-Auditorin.
Sie übernimmt den Teil der Arbeit, für den es einen Nachweis braucht: Energieausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude, Wärmeschutz- und Bauteilnachweise nach GEG für Gewerbe und Hallen, KfW-Effizienzhaus-Berechnungen im Neubau und im Bestand, Förderanträge für Einzelmaßnahmen sowie Thermografie und Feuchtemessung am Objekt. Den Kontakt stellen wir her.
Häufige Fragen
Muss ich alles auf einmal machen?
Nein. Der Sinn eines Fahrplans ist, dass die Schritte einzeln funktionieren und aufeinander aufbauen, statt sich gegenseitig zu entwerten.
Rechnet sich das bei einem vermieteten Objekt?
Das hängt an Vertragslaufzeit, Umlagefähigkeit und dem Zustand der Technik. Wir rechnen es an Ihrem Objekt durch und sagen Ihnen auch, wenn sich eine Maßnahme in Ihrem Fall nicht trägt.
Was kostet die Beratung?
Das erste Gespräch und die Einordnung sind kostenfrei. Was danach an Planung und Nachweisen nötig ist, wird vorher beziffert – auch weil ein Teil davon förderfähig ist.
Brauche ich vorher einen Energieausweis?
Nicht für die Beratung. Für Verkauf und Neuvermietung brauchen Sie ihn ohnehin, und die darin erfassten Daten sind eine gute Ausgangsbasis für den Fahrplan.
Wenn Sie noch am Anfang stehen und erst wissen wollen, wo Ihr Objekt steht und was Banken und Mieter abfragen: ESG-Kriterien für Gewerbeimmobilien.