Verkauf
Gewerbeimmobilie verkaufen in Köln, Bergisch Gladbach und Umgebung
Eine Gewerbeimmobilie verkauft sich über Zahlen. Käufer rechnen mit Mieteinnahmen, Restlaufzeiten und Instandhaltungsstau, nicht mit Wohnwert. Wer vor dem ersten Gespräch weiß, welche Fläche zu welcher Miete vermietet ist und wie lange die Verträge laufen, verhandelt aus einer anderen Position.
5Schritte von den Unterlagen bis zur Übergabe
2Vermarktungswege, offen oder diskret
0Inserate beim diskreten Verkauf
1Ansprechpartner über den gesamten Prozess
So verkaufen wir Ihre Gewerbeimmobilie
- Unterlagen und EinschätzungWir sehen Mietverträge, Flächenaufstellung, Betriebskostenabrechnungen und den Zustand von Dach, Fassade und Technik an. Aus Miete, Laufzeit und Bewirtschaftungskosten ergibt sich der Ertragswert, das Verfahren, mit dem Gewerbeobjekte bewertet werden. Was fehlt, sagen wir Ihnen zu Beginn, nicht wenn ein Käufer danach fragt.
- Preis und VermarktungswegWir legen mit Ihnen fest, ob das Objekt offen inseriert oder nur einem ausgewählten Kreis angeboten wird. Bei vermieteten Objekten ist der zweite Weg oft der ruhigere, denn Mieter und Belegschaft erfahren nichts, solange nichts entschieden ist.
- Ansprache der KäuferZuerst die Kaufinteressenten und Investoren, die wir bereits in der Kartei haben. Oft ist der Richtige dabei, bevor ein Inserat online geht. Erst danach kommt die breite Vermarktung, wenn Sie sie wollen.
- Prüfung und VerhandlungVor der Verhandlung prüfen wir, ob der Interessent kaufen kann. Finanzierungsbestätigung, Eigenkapital und bei Gesellschaften der Handelsregisterauszug. Die Objektunterlagen stellen wir strukturiert bereit, damit die Prüfung nicht zur Verzögerung wird.
- Notartermin und ÜbergabeWir bereiten den Kaufvertragsentwurf mit dem Notar vor, begleiten den Termin und organisieren die Übergabe mit Zählerständen, Schlüsseln und der Weitergabe der Mietverhältnisse an den Käufer.
Was den Preis bestimmt
Der Ertragswert entsteht aus vier Größen, die ein Käufer einzeln prüft und die sich alle vor der Vermarktung beeinflussen lassen.
Miete und RestlaufzeitMaßgeblich ist die tatsächlich erzielte Miete, nicht die erhoffte. Je länger die verbleibende Bindung, desto geringer der Risikoabschlag. Laufen alle Verträge im selben Jahr aus, kostet das spürbar.
MieterbonitätDerselbe Mietbetrag ist unterschiedlich viel wert, je nachdem wer ihn zahlt. Ein bonitätsstarker Mieter mit langer Laufzeit ist der Grund, weshalb zwei äußerlich vergleichbare Objekte sehr unterschiedliche Preise erzielen.
Nicht umlagefähige KostenVerwaltung, Instandhaltung und Mietausfallwagnis mindern den Ertrag. Nachvollziehbare Betriebskostenabrechnungen der letzten Jahre sind deshalb preisrelevant und keine Formsache.
Zustand und InstandhaltungsstauDach, Fassade, Heizung und Elektrik werden vom Käufer als künftige Ausgabe eingepreist, meist großzügiger als es die Sanierung tatsächlich kostet. Wer den Stau kennt und beziffert, verliert weniger im Preis.
Offen oder diskret verkaufen
Beides funktioniert, die Wahl hängt an Ihrer Situation und am Objekt. Wir legen den Weg vor der Vermarktung fest und wechseln ihn nicht mitten im Prozess.
Für die offene Vermarktung spricht
- Größte Reichweite und damit das breiteste Bewerberfeld
- Ein Wettbewerb um das Objekt kann den Preis heben
- Marktresonanz zeigt schnell, ob der Preis stimmt
- Sinnvoll bei leerstehenden Objekten und bei Grundstücken
Für den diskreten Verkauf spricht
- Mieter, Belegschaft und Wettbewerb erfahren nichts
- Kein Inserat, keine Objektadresse in den Unterlagen
- Details erst nach Vertraulichkeitserklärung
- Besichtigungen außerhalb der Betriebszeiten
Wenn Sie noch unsicher sind, ob Verkauf oder Vermietung die bessere Entscheidung ist, hilft die Gegenrechnung. Wie eine Vermietung abläuft und was ein Mietvertrag für den späteren Verkaufswert bedeutet, steht auf Gewerbeimmobilie vermieten.
Häufige Fragen von Eigentümern
Wie wird eine Gewerbeimmobilie bewertet?
Über das Ertragswertverfahren. Maßgeblich sind die tatsächlich erzielten Mieten, die Restlaufzeiten der Verträge, die Bonität der Mieter und die nicht umlagefähigen Kosten. Ein leerstehendes Objekt wird über die erzielbare Marktmiete gerechnet, mit Abschlag für die Zeit bis zur Vermietung.
Was kostet der Verkauf für mich?
Beim Gewerbeverkauf wird die Provision frei vereinbart, sie richtet sich nach Objekt, Aufwand und Vermarktungsweg. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir vor dem Auftrag, nicht danach.
Können wir verkaufen, ohne dass Mieter und Belegschaft davon erfahren?
Ja. Wir sprechen dann nur vorqualifizierte Interessenten an, ohne Inserat und ohne Objektadresse in den Unterlagen, und geben Details erst nach einer Vertraulichkeitserklärung heraus. Besichtigungen legen wir auf Zeiten außerhalb des Betriebs.
Was passiert mit den laufenden Mietverträgen?
Sie gehen mit dem Eigentum auf den Käufer über, ein Verkauf beendet sie nicht. Genau deshalb sind saubere Verträge und nachvollziehbare Betriebskostenabrechnungen preisrelevant. Die vertragliche Seite prüft der Notar.
Wie lange dauert der Verkauf?
Das hängt an den Unterlagen und am Vermietungsstand. Ein voll vermietetes Objekt mit vollständigen Verträgen geht deutlich schneller als eines mit Leerstand und offener Instandhaltung. Einen Zeitraum, der sich halten lässt, nennen wir erst, wenn wir die Unterlagen gesehen haben.
Und die Steuern?
Ob und wie der Verkauf zu versteuern ist, hängt an Haltedauer, Rechtsform und daran, ob das Objekt im Betriebs- oder Privatvermögen liegt. Das klären Sie mit Ihrem Steuerberater, wir stellen die Zahlen bereit, die er dafür braucht.
Alle aktuellen Gewerbeobjekte und die Marktdaten für Köln, Leverkusen und Rhein-Berg in der Übersicht Gewerbeimmobilien.
Wie Käufer den Preis einer Gewerbeimmobilie herleiten, zeigt unser Beitrag Wie der Wert einer Gewerbeimmobilie ermittelt wird. Ob Sie die Immobilie oder die Gesellschaft verkaufen, erklärt der Beitrag Asset Deal und Share Deal, und welche Unterlagen vor dem Abschluss vorliegen müssen, steht unter Geldwäschegesetz bei Kauf und Vermietung. Weitere Beiträge im Gewerbe-Guide.