Wo bis 1980 Flugzeuge starteten, arbeiten heute rund 12.000 Menschen. Der Butzweilerhof in Köln-Ossendorf ist der Medienstandort der Stadt, gleichzeitig Bürolage, Handelsstandort und gewachsenes Gewerbegebiet. Wir vermitteln hier Flächen und kennen die Eigentümer.
33 haKerngewerbegebiet auf dem ehemaligen Flugfeld
400+ansässige Unternehmen im Gebiet
12.000Beschäftigte am Standort
Linie 5Stadtbahn mit fünf Haltestellen im Gebiet
Flächen- und Beschäftigtenzahlen nach der Standortbeschreibung zum ehemaligen Flugplatz Butzweilerhof. Das angrenzende Entwicklungsareal mit Wohnnutzung umfasst nach Angaben der moderne stadt GmbH rund 55 Hektar.
Der Standort auf einen Blick
Fahrzeiten nach veröffentlichten Stadtteilinformationen zu Köln-Ossendorf. Baurechtliche Einordnung nach den Bebauungsplanunterlagen der Stadt Köln.
Vom Luftkreuz des Westens zum Gewerbestandort
Der Butzweilerhof war ab 1911 Kölns Zivilflughafen und galt in den zwanziger Jahren als Luftkreuz des Westens, nach Berlin-Tempelhof der zweitwichtigste Flughafen Deutschlands. Nach dem Ende des Flugbetriebs beschloss die Stadt im Dezember 1968 die Umwandlung in Gewerbeflächen, im Januar 1969 siedelte sich der erste Betrieb an. Die denkmalgeschützte Flughalle und das Empfangsgebäude stehen bis heute und beherbergen seit 2018 die MOTORWORLD Köln.
Diese Geschichte ist kein Nostalgieprogramm, sie erklärt den Zuschnitt des Gebiets. Weil hier ein Flugfeld war, gibt es große, zusammenhängende, ebene Grundstücke, wie sie in gewachsenen Kölner Gewerbelagen sonst kaum vorkommen. Genau das hat die Medienbranche angezogen, die Studioflächen ohne Stützen und mit großer Raumhöhe braucht.
Anbindung
StraßeZwei Anschlüsse an die A57 über die Butzweilerstraße, von dort Anschluss an den Kölner Ring und die A1. Für Anlieferverkehr ist das Gebiet großzügig erschlossen, Stellplätze sind im Bestand meist reichlich vorhanden.
StadtbahnDie Linie 5 bedient das Gebiet mit fünf Haltestellen: Margaretastraße, Rektor-Klein-Straße, Alter Flughafen Butzweilerhof, IKEA Butzweilerhof und Sparkasse am Butzweilerhof. Für einen Gewerbestandort ist das eine ungewöhnlich dichte Erschließung.
Bus und S-BahnBuslinien 127 und 139 binden die angrenzenden Stadtteile an, die S11 hält im Stadtteil Ossendorf. Damit ist der Standort auch ohne Auto aus Köln, Bergisch Gladbach und dem linksrheinischen Umland erreichbar.
FernverkehrRund 17 Minuten zum Kölner Hauptbahnhof und rund 30 Minuten zum Flughafen Köln/Bonn. Für Produktionsteams mit auswärtigen Gästen ein praktisch relevanter Punkt.
Wer hier sitzt
Der Kern ist die Medienbranche. Das Coloneum, 2009 eröffnet, umfasst rund 157.000 Quadratmeter Studiogelände mit 19 Studios zwischen 200 und 4.500 Quadratmetern und etwa 46.000 Quadratmetern Bürofläche, dazu das mit 23 Metern höchste Studio Europas. Produziert werden hier unter anderem Serien- und Showformate für die großen deutschen Sender. Angesiedelt sind Produktionsgesellschaften wie Endemol Shine Germany und Constantin Entertainment sowie die MMC Studios.
Daneben steht eine zweite Säule: Verwaltung und Handel. Die Agentur für Arbeit Köln hat 2018 ihren Hauptsitz an den Butzweilerhof verlegt, der Bürokomplex Butzweiler Stern besteht seit 2006, und IKEA betreibt seit 2009 einen Standort, der zur Eröffnung der größte Markt Europas war. Die MOTORWORLD Köln in den historischen Flughafenbauten verbindet Automobilhandel, Gastronomie und Veranstaltung.
Mietniveau und Flächenangebot
Ossendorf ist eine periphere Bürolage. Die Mieten liegen deutlich unter dem Kölner Durchschnitt, der für das Gesamtjahr 2025 mit 20,70 Euro je Quadratmeter und Monat ausgewiesen wurde, und sehr deutlich unter der Kölner Spitzenmiete von 32,50 Euro. Wer Fläche braucht und nicht auf eine Innenstadtadresse angewiesen ist, bekommt hier für dasselbe Budget erheblich mehr Quadratmeter.
Bei Hallen- und Studioflächen ist der Markt eng. Der Kölner Industrie- und Logistikmarkt weist für das erste Halbjahr 2026 eine Spitzenmiete von 8,00 Euro und eine Durchschnittsmiete von 6,85 Euro je Quadratmeter aus, wobei 97 Prozent des Umsatzes auf Bestandsflächen entfielen. Neubau ist also praktisch keine Option, Verfügbarkeit entscheidet.
Quellen: veröffentlichte Marktberichterstattung für den Kölner Büromarkt, Gesamtjahr 2025 und zweites Quartal 2026; Marktbericht Industrie und Logistik Köln erstes Halbjahr 2026. Eine objektbezogene Einschätzung nennen wir Ihnen auf Anfrage.
Was sich gerade entwickelt
Der Standort steht nicht still. Mit dem COCO, Cologne Office Campus Ossendorf, entsteht am Bürostandort Am Butzweilerhof ein Campus aus rund 22.000 Quadratmetern Bestand und einem Neubau von etwa 6.200 Quadratmetern, insgesamt rund 30.000 Quadratmeter Bürofläche mit 829 Stellplätzen, 100 Ladepunkten und einer Photovoltaikanlage mit 647 Kilowatt Peak. Für Mieter mit ESG-Vorgaben ist das im Kölner Bestand eine der wenigen belastbaren Optionen.
Parallel läuft ein Bebauungsplanverfahren für rund 0,96 Hektar zwischen Butzweilerstraße, Butzweilerhofallee und Bertha-Sander-Straße, das zusätzlichen Einzelhandel und Büro im Umfeld der MOTORWORLD ermöglichen soll. Auf dem angrenzenden Entwicklungsareal entstehen rund 900 Wohneinheiten mit Kita, Grundschule und Berufskolleg. Der Butzweilerhof wandelt sich damit vom reinen Gewerbegebiet zum gemischten Quartier, was die Nahversorgung verbessert und den Standort für Arbeitgeber attraktiver macht.
Für wen der Standort passt
Gut geeignet für
- Film-, TV- und Postproduktion mit Studiobedarf
- Unternehmen, die viel Fläche zu moderatem Preis brauchen
- Betriebe mit hohem Lieferverkehr und Stellplatzbedarf
- Arbeitgeber, deren Belegschaft aus dem linksrheinischen Umland pendelt
- Großflächigen Einzelhandel und Automotive
Weniger geeignet für
- Kanzleien und Beratungen mit Repräsentationsanspruch
- Nutzer, die eine Innenstadtadresse als Argument brauchen
- Betriebe mit erheblichen Emissionen, dafür fehlt die Industriegebietsfestsetzung
- Teams, die ein dichtes Mittagsangebot in Gehweite erwarten
Weitere Lagen in der Nähe
Häufige Fragen zum Büro mieten in Ossendorf und am Butzweilerhof
Ist der Butzweilerhof dasselbe wie das Gewerbegebiet Ossendorf?
Weitgehend ja. Das Ossendorfer Gewerbe- und Industrieareal ist im Kern das ehemalige Flugfeld. Die Bebauungspläne der Stadt Köln heißen abwechselnd Gewerbegebiet Butzweilerhof in Köln-Ossendorf und Gewerbe- und Medienpark in Köln-Ossendorf und meinen dasselbe Gebiet. Eigenständig ist im Wesentlichen das ältere Gewerbeband entlang Mathias-Brüggen-Straße und Vitalisstraße, das stärker klassisch gewerblich geprägt ist.
Welche baurechtliche Einordnung gilt hier?
Die Stadt Köln führt das Areal als Gewerbegebiet, in Teilen wird es als Industriegebiet beschrieben. Was für Ihr konkretes Grundstück gilt, ergibt sich nur aus der Planurkunde des maßgeblichen Bebauungsplans. Bei geplanten Nutzungen mit Lärm, Abluft oder Schichtbetrieb prüfen wir das vor der Vertragsverhandlung.
Gibt es hier noch freie Grundstücke?
Unbebaute Gewerbegrundstücke sind im Kerngebiet praktisch nicht mehr verfügbar. Köln fehlen nach dem Regionalplan bis 2046 rund 500 Hektar Gewerbefläche, und die Wirtschaftsförderung konnte 2024 von rund 235 Flächenanfragen nur etwa 30 bedienen. Realistisch sind Bestandsanmietung, Nachverdichtung oder ein Ausweichen ins Umland.
Wie gut ist die Nahversorgung für Mitarbeitende?
Besser als in den meisten Kölner Gewerbegebieten, aber nicht auf Innenstadtniveau. Durch IKEA, MOTORWORLD und den entstehenden Wohnbereich gibt es Gastronomie und Handel im Gebiet. Für ein dichtes Mittagsangebot in fünf Gehminuten reicht es an vielen Stellen noch nicht.
Vermitteln Sie hier auch kleinere Flächen?
Ja. Neben den großen Studio- und Bürokomplexen gibt es im Bestand Einheiten ab etwa 150 Quadratmetern Bürofläche sowie kleinteilige Hallen- und Werkstattflächen im älteren Teil des Gebiets. Diese laufen überwiegend über Direktkontakte und stehen selten öffentlich inseriert.
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