Auf einen Blick
alt darf der Grundbuchauszug höchstens sein. Er zeigt Eigentümer, Grundschulden sowie Wege- und Wohnrechte.
ist Pflicht und muss schon in der Anzeige stehen. Fehlt er beim Inserat, droht ein Bußgeld.
sollten Sie für die Beschaffung der Unterlagen einplanen, bei Bauakten in Köln zeitweise länger.
Käufer und Banken entscheiden auf Basis von Papier. Was nicht belegt ist, wird als Risiko bewertet, und Risiko schlägt sich im Preis nieder. Diese Checkliste deckt Haus, Wohnung und Mehrfamilienhaus ab.
Für jede Immobilie erforderlich
Grundbuchauszug, aktuell, nicht älter als drei Monate. Er zeigt Eigentümer, Grundschulden, Wege- und Wohnrechte. Erhältlich beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts, Gebühr rund zehn bis zwanzig Euro.
Flurkarte und Liegenschaftskarte, vom Katasteramt oder über das Geoportal des Kreises. Sie belegt Lage und Zuschnitt des Grundstücks.
Energieausweis, gesetzlich verpflichtend und bereits in der Anzeige anzugeben. Fehlt er beim Inserat, droht ein Bußgeld. Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis, je nach Baujahr und Modernisierungsstand.
Grundrisse und Wohnflächenberechnung, aus der Bauakte oder vom Architekten. Ohne Grundriss sinkt die Zahl der Anfragen messbar.
Nachweise über Modernisierungen, Rechnungen und Fotos zu Dach, Fenstern, Heizung, Elektrik, Bädern. Sie sind das stärkste Argument in der Preisverhandlung.
Zusätzlich beim Haus
Baugenehmigung und Bauzeichnungen, Baubeschreibung, Statik bei Umbauten, Grundsteuerbescheid, Nachweis über Anschlüsse und Abwasser, Feuerstättenbescheid des Schornsteinfegers, bei Öl- oder Flüssiggas die Prüfprotokolle des Tanks. Bei Erbbaurecht der Erbbaurechtsvertrag mit aktuellem Erbbauzins.
Zusätzlich bei der Eigentumswohnung
Teilungserklärung mit Aufteilungsplan, die Gemeinschaftsordnung, die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre, die Hausgeldabrechnungen und der aktuelle Wirtschaftsplan sowie der Stand der Instandhaltungsrücklage. Käufer und Banken lesen genau diese Papiere zuerst. Ein beschlossener, aber noch nicht bezahlter Fassadenanstrich gehört auf den Tisch, nicht unter den Teppich.
Wer diese Unterlagen für den Verkauf zusammenstellt, sollte wissen, worauf Käufer einer Eigentumswohnung achten und welche Angaben daraus für ihre Kaufentscheidung relevant sind.
Zusätzlich beim Mehrfamilienhaus
Mietvertragsübersicht, Mietaufstellung mit Kalt- und Warmmieten, Nebenkostenabrechnungen der letzten beiden Jahre, Kautionsnachweise, Übersicht der Leerstände und offenen Forderungen, Versicherungspolicen sowie Wartungs- und Dienstleistungsverträge. Diese Zahlen sind die Grundlage des Ertragswerts.
Wo Sie die Unterlagen bekommen
Grundbuchauszug beim Amtsgericht, Flurkarte beim Katasteramt oder Geoportal, Bauakte beim Bauordnungsamt der Stadt oder des Kreises, bei Wohnungen alles Übrige bei der Hausverwaltung. Rechnen Sie mit zwei bis sechs Wochen, bei Bauakten in Köln zeitweise länger. Die Bauakteneinsicht ist gebührenpflichtig, meist im niedrigen dreistelligen Bereich.
Was passiert, wenn Unterlagen fehlen
Die Bank des Käufers finanziert nicht oder nur mit Abschlag, der Notartermin verschiebt sich, und in der Zwischenzeit springen Interessenten ab. In der Praxis kostet eine fehlende Wohnflächenberechnung oder eine ungeklärte Baugenehmigung für einen Anbau mehr Geld als ihre Beschaffung je gekostet hätte.
Wir übernehmen die Beschaffung im Rahmen des Verkaufsauftrags und prüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit und Widersprüche, bevor das Objekt an den Markt geht.