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Der Europark liegt dort, wo A1 und A4 sich kreuzen, und das ist seine ganze Geschäftsgrundlage. Wer aus Köln in zwanzig Minuten am Schreibtisch sein will, aber die Kölner Mietpreise und die Kölner Flächenknappheit nicht mitnehmen möchte, landet früher oder später hier. Wir vermitteln in Frechen Flächen und kennen die Eigentümer.

116 haGesamtfläche des Europark am Autobahnkreuz
30 hazusätzliche Erweiterungsfläche Krankenhausstraße
490Gewerbesteuerhebesatz der Stadt Frechen
10 kmEntfernung zum Kölner Hauptbahnhof

Flächen- und Entfernungsangaben nach dem Gewerbeflächenkonzept der Stadt Frechen von 2019. Hebesatz nach der Haushaltssatzung zum Doppelhaushalt 2024 und 2025, seit 2017 unverändert.

Der Standort auf einen Blick

Merkmal Europark, Frechen
Lage Rhein-Erft-Kreis, unmittelbar am Autobahnkreuz Köln-West
Baurecht gegliederte Gewerbestandorte mit Sondergebiet Einzelhandel im Südosten
Prägende Nutzungen Handel, Logistik, Automobil, Papier, Pharma, Möbel
Autobahn A1 über die Anschlussstelle Frechen, A4 über die Teilanschlussstelle Frechen-Nord
Stadtbahn Linie 7 mit fünf Haltestellen auf Frechener Gebiet, Takt 10 bis 20 Minuten
Bus REVG-Linien 965 und 976 halten an der Haltestelle EuroPark
S-Bahn Haltepunkt Frechen-Königsdorf, rund 16 Minuten zum Kölner Hauptbahnhof
Besonderheit neue A4-Anschlussstelle Frechen-Königsdorf im Bau, Fertigstellung Ende 2027 oder Anfang 2028

Verkehrs- und Standortangaben nach dem Gewerbeflächenkonzept der Stadt Frechen und dem Projektüberblick von Straßen.NRW zur L361n.

Zwei Begriffe, die regelmäßig verwechselt werden

Eine Klarstellung vorweg, weil sie in Gesprächen ständig für Verwirrung sorgt. Frechen-Nord ist kein Gewerbegebiet, sondern eine Anschlussstelle der A4 an der Bonnstraße, und zwar eine Teilanschlussstelle, die nur von und nach Aachen nutzbar ist. Das große Frechener Gewerbegebiet heißt Europark und liegt am Autobahnkreuz Köln-West. Wer nach Flächen in Frechen-Nord sucht, meint fast immer den Europark.

Ebenfalls häufig genannt wird Grube Carl in Frechen-Grefrath. Das ist seit den neunziger Jahren kein Gewerbestandort mehr, sondern ein Wohnquartier. Nach dem Ende der Brikettproduktion 1995 wurde das Areal überplant, sechs der zehn Fabrikgebäude blieben erhalten und wurden zu Lofts umgebaut. Das Trocken- und Pressenhaus wurde 2008 von der Architektenkammer NRW ausgezeichnet.

Der Europark selbst umfasst rund 1,16 Millionen Quadratmeter, also 116 Hektar. Dazu kommt eine im Flächennutzungsplan verankerte Erweiterungsfläche an der Krankenhausstraße von rund 30 Hektar.

Vom Töpferort zum Logistikstandort

Frechen war ab dem 15. Jahrhundert eine Töpferstadt und für den Bartmannkrug aus Frechener Steinzeug bekannt. 1852 entstand die erste Steinzeugröhrenfabrik, nach 1945 arbeiteten hier zwölf Steinzeugfabriken, und bis etwa 1995 wurden in Frechen die weltweit einzigen Steinzeugrohre mit bis zu 1.400 Millimetern lichter Weite gefertigt.

Parallel lief der Braunkohleabbau, der bereits im 17. Jahrhundert in kleinen Feldern begann und nach dem Zweiten Weltkrieg als Zentraltagebau bis etwa 2003 fortgeführt wurde. Ab den siebziger Jahren setzte der Strukturwandel ein, und zwar genau entlang der Verkehrsachsen. Handel, Verkehr, Logistik und Dienstleistung ersetzten Keramik und Kohle, begünstigt durch die Lage am Autobahnkreuz.

Diese Vorgeschichte erklärt den heutigen Zuschnitt. Weil hier Industrie und Tagebau waren, gibt es große, ebene Grundstücke, und weil die Autobahnen ohnehin da waren, kam die Logistik.

Anbindung

Straße

Die A1 ist über die Anschlussstelle Frechen südlich des Autobahnkreuzes Köln-West erreichbar. Die A4-Anschlussstelle Frechen-Nord ist dagegen nur eine Teilanschlussstelle und ausschließlich von und nach Aachen nutzbar. Das ist der bekannteste Schwachpunkt des Standorts, und er besteht fort. Für den Vollausbau lag nach Darstellung von Straßen.NRW Anfang 2025 noch kein Zeitplan vor.

Was sich gerade ändert

Parallel entsteht die neue Anschlussstelle Frechen-Königsdorf an der A4 samt der Landesstraße L361n, rund 800 Meter Neubau mit drei Bauwerken und Kosten von etwa 37 Millionen Euro. Das Überbauwerk über die A4 wurde im Juli 2026 eingehoben, die Fertigstellung ist für Ende 2027 oder Anfang 2028 vorgesehen.

Stadtbahn und Bus

Die Linie 7 der KVB bedient Frechener Gebiet mit fünf Haltestellen, nämlich Benzelrath, Mühlengasse, Rathaus, Kirche und Bahnhof, werktags im Zehn- bis Zwanzigminutentakt. Die REVG-Linien 965 und 976 halten unmittelbar am Europark, zentraler Umsteigepunkt ist der Busbahnhof am Rathaus.

S-Bahn und Fernverkehr

Am Haltepunkt Frechen-Königsdorf hält die S-Bahn, von dort sind es rund 16 Minuten zum Kölner Hauptbahnhof. Aus der Frechener Innenstadt rechnet die Stadt mit rund 30 Fahrminuten mit dem Pkw nach Köln. Der Flughafen Köln/Bonn ist innerhalb einer halben Stunde erreichbar.

Wer hier sitzt

Der Branchenmix reicht von Automobil über Papier, Pharma und Möbel bis zu Logistik und Hightech. Namentlich ansässig sind im Europark unter anderem die Deutsche Post mit einem Briefverteilzentrum, Lekkerland, Antalis, Klöckner Stahl- und Metallhandel, Max Weishaupt, Jasper Industriehydraulik und Boeser Frischfleisch. Die FertighausWelt Köln belegt über 20.000 Quadratmeter.

Der Handel ist stark vertreten, unter anderem mit dem Möbelhaus Porta und rund 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, mit Bauhaus, Dehner, Lidl, Deiters, Intersport Drucks, Robert Ley und Blumen Risse sowie mehreren Autohäusern. An der Günter-Wiebke-Straße produziert ESK-SIC Siliciumcarbid. Außerhalb des Europark sitzen das Porta-Zentrallager, DPD Deutschland, die Quarzwerke Gruppe und der RWE-Kohleveredlungsbetrieb.

In Frechen arbeiteten zuletzt 19.457 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Diese Zahl stammt aus dem Gewerbeflächenkonzept von 2019 und bezieht sich auf einen Datenstand um 2018, ist also nicht mehr aktuell. Auffällig ist das Verhältnis der Branchen. In Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Dienstleistungen liegt Frechen mit 329 Beschäftigten je 1.000 Einwohner über Kreis-, Bezirks- und Landesniveau, im produzierenden Gewerbe mit 41 je 1.000 Einwohner deutlich darunter. Frechen ist ein Handels- und Logistikstandort, kein Industriestandort.

Mietniveau, Flächenangebot und der eigentliche Engpass

Frechen ist für Kölner Nutzer vor allem deshalb interessant, weil das Preisniveau unter dem der Stadt liegt und der Gewerbesteuerhebesatz mit 490 seit 2017 unverändert ist. Zum Vergleich liegt der Durchschnitt der Kommunen im Rhein-Erft-Kreis bei 512.

Der Haken ist die Verfügbarkeit, und sie ist gravierend. Das städtische Gewerbeflächenkonzept weist bilanzierbare Reserven im Flächennutzungsplan von 11 Hektar aus, dem steht ein Bedarf bis 2040 von 55 bis 77 Hektar gegenüber. Selbst mit den Potenzialen aus dem Regionalplan bleibt eine Lücke von 18 bis 40 Hektar. Diese Zahlen sind von 2019, die Richtung dürfte sich seitdem eher verschärft haben.

Für Suchende heißt das dasselbe wie in Köln, nur mit einer Nuance. Neubau auf der grünen Wiese ist praktisch keine Option, der Markt findet im Bestand statt. Anders als in Köln gibt es in Frechen allerdings größere Bestandsobjekte mit Handels- und Logistikzuschnitt, die bei Mieterwechseln frei werden, und diese Objekte laufen fast nie über Portale.

Flächen-, Beschäftigten- und Bedarfszahlen nach dem Gewerbeflächenkonzept der Stadt Frechen von 2019. Hebesätze nach den Haushaltssatzungen der Städte Frechen und Pulheim.

Für wen der Standort passt

Gut geeignet für

  • Logistik und Distribution mit Ausrichtung auf den Kölner Raum
  • großflächigen Einzelhandel und Fachmärkte
  • Mittelstand, der Fläche braucht und keine Kölner Adresse
  • Betriebe, deren Belegschaft aus dem Rhein-Erft-Kreis pendelt
  • Nutzer, die auf den Hebesatz achten

Weniger geeignet für

  • Unternehmen, die eine Kölner Geschäftsadresse brauchen
  • Betriebe mit starkem Anlieferverkehr aus Richtung Aachen, solange Frechen-Nord nicht ausgebaut ist
  • Nutzer, die kurzfristig unbebaute Grundstücke suchen
  • Störfallbetriebe, für die der Standort Wachtberg vorgesehen ist, nicht der Europark

Häufige Fragen zum Europark

Heißt das Gebiet nicht Frechen-Nord?

Nein. Frechen-Nord ist der Name einer Autobahn-Anschlussstelle an der A4, die zudem nur eine Teilanschlussstelle ist. Das Gewerbegebiet am Autobahnkreuz heißt Europark. Die Verwechslung ist verbreitet, führt bei der Suche aber regelmäßig in die Irre.

Wie schnell ist man von hier in Köln?

Vom Haltepunkt Königsdorf rund 16 Minuten zum Hauptbahnhof mit der S-Bahn, mit dem Auto aus der Frechener Innenstadt rund 30 Minuten. Der Europark selbst liegt direkt am Kreuz, von dort ist man bei freier Fahrt schneller in der Kölner Innenstadt als aus manchem Kölner Außenbezirk.

Gibt es in Frechen noch freie Gewerbegrundstücke?

Kaum. Den bilanzierbaren Reserven von 11 Hektar steht ein Bedarf bis 2040 von 55 bis 77 Hektar gegenüber. Realistisch sind Bestandsanmietung, Nachverdichtung oder ein Blick auf die Erweiterungsflächen, die erst noch entwickelt werden müssen.

Wann kommt die neue Anschlussstelle Königsdorf?

Die Fertigstellung ist für Ende 2027 oder Anfang 2028 vorgesehen, das Überbauwerk über die A4 wurde im Juli 2026 eingehoben. Die Kosten liegen bei etwa 37 Millionen Euro. Für den Vollausbau der bestehenden Teilanschlussstelle Frechen-Nord gibt es dagegen bislang keinen Zeitplan.

Lohnt sich Frechen wegen der Gewerbesteuer?

Der Hebesatz liegt bei 490 und damit unter dem Kreisdurchschnitt von 512, aber über dem von Pulheim. Die Gewerbesteuer allein sollte allerdings nie der Grund für eine Standortentscheidung sein, weil Miete, Erreichbarkeit für die Belegschaft und Flächenzuschnitt im Zweifel schwerer wiegen. Wir rechnen Ihnen das gern für Ihren konkreten Fall durch.

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